5.000qm

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Wir haben feststellen müssen, dass von unseren Verhandlungspartnern sowie Teilen der Medien nach wie vor verbreitet wird, wir seien nicht kompromissbereit. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, unseren Kompromissvorschlag einseitig umzusetzen.

2013 wurde den Besetzern des Platzes eine Fläche von 6000m² von den Schweizerischen Rheinhäfen (SRH) zur Verfügung gestellt, von der damals grosse Teile noch leer waren. Die seitdem gewachsenen Projekte umfassen nicht nur gemeinschaftliches Wohnen in einer besonderen Form, sondern auch viele öffentliche, gemeinnützige Projekte im Sinne einer Zwischennutzung (z.B. Werkstätten und eine umkommerzielle Bar), die gemeinsam aufgebaut wurden, was die Gruppe, die den Platz belebte, wachsen liess. Da dies gegen den Willen der derzeitigen Verwaltung geschehen ist, und andere Pläne für grosse Teile des öffentlichen Platzes bestehen, wurde lange nicht kommuniziert und die Entscheidung, den Platz zu verkleinern, nicht im Dialog gefällt. Deshalb ist der Vorschlag der Regierung, auf 2500m² zu schrumpfen heute nicht mehr umsetzbar.

Aussage einer Bewohnerin: “Wäre uns dieser Vorschlag vor einem Jahr gemacht worden, wäre das kein Problem gewesen, da wir dann gar nicht erst so grosse Projekte begonnen hätten.”

Wir schlagen vor, unsere Fläche auf 5000m² zu verkleinern, um so dem Verein Shift Mode mehr Fläche für die ganzjährige Bebauung zur Verfügung zu stellen und der Scope Parkplätze zu ermöglichen. Da ein Kompromiss eine Lösung sein muss, bei der alle Beteiligten Zugeständnisse machen, und wir sowohl dem Vorschlag der Regierung, als auch den zukünftigen Nutzern der Fläche entgegenkommen, erwarten wir im Gegenzug möglichst eine unbefristete Duldung, mindestens aber eine Duldung bis zum Ende der Zwischennutzung 2019. Um unserem Vorschlag Nachdruck zu verleihen und gleichzeitig einen Schritt auf alle Beteiligten zuzugehen, beginnen wir am Morgen des 27.5.2014 mit der Bewegung der Wagen hinter die von uns gesteckte Grenze. Wir sind der Meinung, dass von diesem Vorschlag alle Beteiligten am meisten profitieren und man so den Grundstein für eine freundliche Nachbarschaft legt.
Zitat eines Nutzers: “Wir möchten uns am Ende nicht vorwerfen lassen, wir hätten nicht alles versucht.”